DJH Jugendherberge

Satzung

Deutsches Jugendherbergswerk

Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.

 

Präambel

Das Deutsche Jugendherbergswerk bietet seinen Gästen aus aller Welt in Jugendherbergen und Jugendgästehäusern Möglichkeiten der Begegnung und des Kennenlernens und dient so dem gegenseitigen Verständnis und friedlichen Miteinander von Menschen und Völkern. Träger des Deutschen Jugendherbergswerkes sind der Hauptverband und die Landesverbände, die in der Erfüllung ihrer Aufgaben zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Gemeinsames Ziel ist die Förderung und Fortentwicklung der Jugendherbergsidee und die Wahrung der Einheit des Deutschen Jugend-herbergswerkes. Mit dieser Zielsetzung gibt sich der Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. die nachfolgende Satzung.

 

§ 1

Namen und Sitz

 1.         Der Verein führt den Namen "Deutsches Jugendherbergswerk, Landesverband Sachsen-Anhalt e.V.".

 

2.         Er hat seinen Sitz in Magdeburg und ist im Vereinsregister des Amtsgerichtes Magdeburg eingetragen.

 

3.         Der Landesverband ist Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk, Hauptverband für Jugendwandern und Jugendherbergen e.V., Detmold, dessen Satzung in ihren Grundsätzen für den Landesverband verbindlich ist. Die zur Wahrung der Einheit und des Ansehens des Deutschen Jugend-herbergswerkes erforderlichen Regelungen werden übereinstimmend mit der Satzung des Hauptverbandes getroffen. Hauptverband und Landesverband arbeiten zur Verwirklichung der Ziele des Deutschen Jugendherbergswerkes partnerschaftlich zusammen. Dazu erteilen sie sich gegenseitig Auskunft und leisten einander Hilfe. Sie sind verpflichtet, die Einheit des Deutschen Jugend-herbergswerkes und sein Ansehen zu wahren.

 

§ 2

Zweck und Aufgaben

1.         Der Landesverband baut und betreibt Jugendherbergen und Jugendgästehäuser. Damit fördert er eine aktive Freizeitgestaltung der Jugend und der Familien durch Wandern, Sport, Spiel- und Bildungsangebote, durch Erholung und vorbeugende Gesundheitspflege sowie durch das bewusste Erleben von Kultur, Landschaft, Natur und Umwelt.

 

2.         Im Einklang hiermit kann der Landesverband auch eigene Veranstaltungen und Maßnahmen durchführen, sowie entsprechendes Schrifttum herausbringen. Er kann mit seinen Einrichtungen auch andere entsprechende Aufgaben gemeinnütziger Art wahrnehmen, seine Einrichtungen anderen gemeinnützigen oder öffentlichen Institutionen zur Verfügung stellen oder mit solchen zusammenarbeiten, um gemeinnützige oder öffentliche Aufgaben zu fördern.

 

3.         Mit Körperschaften, Behörden, Schulen und Organisationen, die ähnliche Zwecke verfolgen oder unterstützen, arbeitet der Landesverband zusammen. Er unterrichtet die Öffentlichkeit, die Jugend und ihre Verbände, die Schulen sowie Lehrer und Eltern über Fortschritte, Erfahrungen und Vorgänge aus seinem Aufgabenbereich. Soweit hierfür ein Bedürfnis besteht, regt er die Orts- und Kreisverbände (§ 7) zu Aktivitäten an.

 

4.         Jugendherbergen und Jugendgästehäuser sind Stätten des sozialen Lernens. Sie dienen vornehmlich der Begegnung der Jugend des In- und Auslandes, Schullandheimaufenthalten, Seminaren und dem Familienwandern. Die Bedürfnisse Behinderter sind zu berücksichtigen.

 

5.         Der Landesverband ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

 

6.         Der Hauptverband kann zur Wahrung der Einheit des Deutschen Jugendherbergswerkes Richtlinien erlassen, die hinsichtlich der zu erreichenden Ziele für den Landesverband verbindlich sind.

 

Auf folgenden Gebieten können Richtlinien erlassen werden: 

a)         Prüfung des Jahresabschlusses des Landesverbandes und Aufstellung einer Verbandsstatistik.

b)         Grundsätze für die berufliche Stellung und Aufgaben der Herbergseltern.

c)         Rahmenbedingungen für die Preisgestaltung in Jugendherbergen und Jugendgästehäusern.

d)         Bau und Einrichtung und Standortvoraussetzungen von Jugendgästehäusern.

f)          Anforderungen für die Errichtung von Umweltstudienplätzen.

 

§ 3

Gemeinnützigkeit

1.         Der Landesverband verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinne der Jugendhilfe und in Übereinstimmung mit dem Abschnitt "steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 16. März 1976 in der jeweils gültigen Fassung.

 

2.         Der Landesverband ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4

Mitgliedschaft

1.         Mitglieder des Verbandes können Einzelpersonen und Familien werden, außerdem Schulen, Vereine, Verbände, Unternehmen sowie sonstige Anstalten und Körperschaften des öffentlichen oder privaten Rechts, die nach ihrem Zweck den Zielen des Landesverbandes nicht widersprechen.

 

2.         Einzelpersonen und Familien können die Mitgliedschaft durch Anmeldung und schriftliche Bestätigung (Jahresausweis) erwerben.

 

3.         Der Antrag auf Mitgliedschaft von Schulen, Vereinen, Verbänden, Unternehmen sowie sonstige Anstalten und Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechts bedarf der Schriftform. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand des Landesverbandes. Die Entscheidung bedarf keiner Begründung. Gegen einen Ablehnungsbescheid kann schriftlich innerhalb eines Monats nach Zugang Antrag auf Entscheidung durch die nächste ordentliche Hauptversammlung gestellt werden.

Der Antrag ist bei der Geschäftsstelle des Landesverbandes einzureichen.

Bei Aufnahmeanträgen von körperschaftlichen Mitgliedern (Vereine, Verbände, etc.), die nicht anerkannte Träger der freien Jugendhilfe sind und Zweifel darüber bestehen, ob ihre Satzung und Tätigkeit nicht im Widerspruch zu den satzungsmäßigen Zielen des Deutschen Jugendherbergswerkes stehen, ist die Zustimmung des Hauptverbandes einzuholen.

 

4.         Personen, die sich um das Jugendherbergswerk verdient gemacht haben, können von der Hauptversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.

 

5.         Der Hauptverband verwaltet die Mitgliederbestände des Landesverbandes, gibt die Mitgliederzeitschrift heraus und vertreibt sie. Alle Mitglieder erhalten die Mitgliederzeitschrift.

 

§ 5

Erlöschen der Mitgliedschaft

1.         Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, Austritt oder Ausschluss.

 

2.         Ein Mitglied kann durch schriftliche Erklärung mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss des Geschäftsjahres austreten. Einzelmitglieder und Familien verlieren die Mitgliedschaften zudem bei nicht fristgerechter Entrichtung des Jahresbeitrages.

 

3.         Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund für den Ausschluss vorliegt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn ein Mitglied das Ansehen oder die Interessen des Jugendherbergswerkes schädigt oder wenn ein Mitglied trotz wiederholter Mahnungen seinen Pflichten nicht nachkommt.

Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Gegen die Entscheidung steht dem Betroffenen innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses der Antrag auf Entscheidung durch die nächste ordentliche Hauptversammlung zu. Der Antrag ist bei der Geschäftsstelle des Landesverbandes einzureichen. Während des Ausschlussverfahrens ruhen die Rechte und Pflichten der Mitgliedschaft.

 

§ 6

Beiträge

1.         Über die Höhe der Mitgliedsbeiträge für Einzelmitglieder und Familien entscheidet der Hauptverband oder eines seiner Organe.

 

2.         Die Jahresmindestbeiträge für Schulen, Vereine, Verbände, Unternehmen sowie sonstige Anstalten des öffentlichen Rechts werden von der Hauptversammlung des Landesverbandes festgesetzt.

 

3.         Der Beitrag ist bis zum 1. März des Kalenderjahres zu entrichten.

 

§ 7

Orts- und Kreisverbände

1.         Orts- und/oder Kreisverbände sind rechtlich unselbständige, örtlich zusammengefasste Mitgliedergruppen. Sie können mit Zustimmung des Vorstandes gebildet werden.

 

2.         Sie unterstützen die Arbeit des Verbandes in ihrem Gebiet und betreuen die Mitglieder, die in diesem Gebiet wohnen bzw. ihren Sitz haben. Näheres regelt die Geschäftsordnung für die Arbeit der Orts- und Kreisverbände.

 

§ 8

Organe des Landesverbandes

Organe des Landesverbandes sind:

a)         die Hauptversammlung

b)         der Vorstand

 

 

§ 9

Zusammensetzung der Hauptversammlung

1.         Die Hauptversammlung setzt sich zusammen aus:

a)         den Mitgliedern des Vorstandes

b)         den Mitgliedern des Beirates

c)         den Delegierten der Orts- und Kreisverbände

d)         den Vertretern der Mitglieder gemäß § 4 Absatz 3

e)         den Ehrenmitgliedern

f)          den ehrenamtlichen Rechnungsprüfern

g)         drei von der Arbeitsgemeinschaft der Herbergseltern benannten
            Herbergseltern

h)         einem von den Beschäftigten der Geschäftsstelle benannten
            Delegierten

i)          auf Vorschlag der nachgenannten Behörden und Institutionen:

der zuständigen Ministerien des Landes Sachsen-Anhalts     je 1 Vertreter

der kommunalen Spitzenverbände                                         je 1 Vertreter

der Lehrerverbände                                                               je 1 Vertreter

des Landesjugendrings                                                          je 1 Vertreter

j)          auf Vorschlag des Vorstandes:

                                  4 Lehrkräfte aus dem Bereich des Landesverbandes

                                  1 Vertreter der Ärzteschaft

                                  1 Rechtsberater

                                  1 Vertreter der Stadt-/Kreisjugendpfleger

                                  1 Vertreter des Landessportbundes.

 

2.         Jeder Orts- und Kreisverband hat in der Hauptversammlung mindestens eine Stimme. Bei mehr als 200 Mitgliedern erhält er für je angefangene 200 weitere Mitglieder eine zusätzliche Stimme jedoch nicht mehr als 10 Stimmen. Die Delegierten sind von den Orts- und Kreisverbänden zu wählen. Stimmhäufung ist zulässig.

Jeder Delegierte eines Orts- oder Kreisverbandes kann bis zu fünf Stimmen auf sich vereinigen.

 

3.         Die Mitglieder gemäß § 4 Absatz 3 werden durch jeweils einen Delegierten mit einer Stimme vertreten.

 

§ 10

Durchführung der Hauptversammlung

1.         Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal im Jahr statt. Außerordentliche Hauptversammlungen sind einzuberufen, wenn dazu ein wichtiger Grund vorliegt oder wenn sie von mindestens einem Fünftel der Mitgliederstimmen unter Angabe der Gründe beim Vorstand schriftlich beantragt werden.

 

2.         Die Hauptversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder einem seiner Stellvertreter einberufen und geleitet. Die Einberufung erfolgt durch schriftliche Ladung in unserer Verbandszeitschrift unter Einhaltung einer Frist von sechs Wochen unter Angabe der Tagesordnung.

 

3.         Die ordnungsgemäß einberufene Hauptversammlung ist beschlussfähig.

 

4.         Anträge zur Tagesordnung sind spätestens zwei Wochen vor der Hauptversammlung dem Vorstand schriftlich einzureichen. Über Anträge, die nicht auf der Tagesordnung stehen, kann nur verhandelt werden, wenn zwei Drittel der vertretenen Mitglieder zugestimmt haben.

 

5.         Anträge auf Satzungsänderung sind spätestens vier Wochen vor der Hauptversammlung dem Vorstand schriftlich einzureichen. Gleiches gilt für Vorschläge für die Besetzung des Vorstandes. Eine Satzungsänderung bedarf der Dreiviertel-Mehrheit der vertretenen Mitglieder.

 

6.         Über die Hauptversammlung ist innerhalb eines Monats eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und dem Protokollführer zu unterzeichnen ist. Eine Abschrift wird dem Hauptverband zugeleitet.

 

 

§ 11

Aufgaben der Hauptversammlung

Die Aufgaben der Hauptversammlung sind insbesondere:

a)         Annahme der Jahresrechnung

b)         Entgegennahme der Geschäfts- und Prüfungsberichte

c)         Entlastung des Vorstandes

d)         Wahl des Vorstandes mit Ausnahme des Geschäftsführers

e)         Wahl von zwei ehrenamtlichen Rechnungsprüfern

f)          Beschlussfassung über den Haushaltsplan

g)         Beschlussfassung über Anträge

h)         Erlass einer Geschäftsordnung für den Sozialausschuss

i)          Ernennung von Ehrenmitgliedern und Ehrenvorsitzenden

j)          Beschlussfassung zu Anrufungen in Aufnahmeverfahren
            (§ 4 Absatz 3)

k)         Beschlussfassung zu Anrufungen in Ausschlussverfahren
            (§ 5 Absatz 3)

l)          Änderung der Satzung

m)        Beratung und Beschlussfassung über Grundsatzfragen

n)         Auflösung des Vereins

 

 

§ 12

Vorstand

1.         Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, zwei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister und bis zu drei weiteren Beisitzern sowie dem Geschäftsführer und zwei Vertretern der Herbergseltern.

 

2.         Vorstand im Sinne des § 26 BGB (Engerer Vorstand) sind der Vorsitzende, seine beiden Stellvertreter, der Schatzmeister und der Geschäftsführer. Jeweils zwei von ihnen vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

 

3.         Alle Vorstandsmitglieder, ausgenommen der Geschäftsführer, nehmen ihre Amtspflichten ehrenamtlich wahr.

 

 

§ 13

Amtszeit, Sitzungen und Aufgaben des Vorstandes

1.         Alle Vorstandsmitglieder - mit Ausnahme des Geschäftsführers - werden von der Hauptversammlung auf vier Jahre gewählt. Sie bleiben auch über ihre Wahlzeit hinaus so lange im Amt, bis neue Mitglieder ordnungsgemäß gewählt worden sind. Wiederwahl ist zulässig.

 

2.         Alle zwei Jahre scheidet die Hälfte der Vorstandsmitglieder aus, zuerst nach der Stimmenzahl, später nach der Dauer der Zugehörigkeit zum Vorstand. Scheidet ein Mitglied vor Ablauf der Wahlzeit aus, so kann vom Vorstand bis zur nächsten Hauptversammlung ein Ersatzmitglied kooptiert werden.

 

3.         Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist.

 

4.         Über Vorstandssitzungen ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 

5.         Ein Vorstandsbeschluss kann auch im Wege des schriftlichen Umlaufs herbeigeführt werden, sofern kein Vorstandsmitglied widerspricht.

 

6.         Der Vorstand kann die Erledigung einzelner Aufgaben dem Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied übertragen. Zur Erledigung der laufenden Geschäfte bestellt er einen Geschäftsführer.

 

7.         Der Vorstand kann zur Wahrnehmung besonderer Aufgaben Ausschüsse bilden, in denen Herbergseltern angemessen vertreten sein sollen. Ein Vorstandsmitglied führt den Ausschussvorsitz.

 

8.         Für die Finanz- und Vermögensverwaltung sind Richtlinien aufzustellen, die von der

Hauptversammlung zu genehmigen sind. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Er erlässt eine Dienstanweisung für die Landesgeschäftsstelle und eine Geschäftsordnung für die Orts- und Kreisverbände.

 

 

§ 14

Beirat 

1.         Es wird ein Beirat gebildet. Er berät den Vorstand in allen Grundsatzfragen der Arbeit des Verbandes.

 

2.         Der Beirat besteht aus höchstens acht Mitgliedern, die vom Vorstand für vier Jahre bestellt werden.

Dem Beirat können auch Nicht-Vereinsmitglieder angehören. Das Nähere regelt eine Geschäftsordnung.

 

 

§ 15

Sozialausschuss

a)         Aufgaben des Sozialausschusses

Die Aufgaben des Sozialausschusses werden im Rahmen einer von der Hauptversammlung erlassenen Geschäftsordnung geregelt. Der Sozialaus-schuss des Landesverbandes ist nicht zuständig, sofern dem Sozialaus-schuss, der von den Landesverbänden und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendherbergseltern e.V. entsprechend der Satzung des Hauptverbandes gebildet wird, Aufgaben zugewiesen worden sind.

Der Sozialausschuss der Landesverbände und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendherbergseltern e.V. hat insbesondere die Aufgabe, den Rahmen der Anstellungsbedingungen und die Vergütung der Herbergseltern und Leiter ähnlicher Einrichtungen verbindlich festzulegen.

 

1.         Der Sozialausschuss besteht aus dem Vorsitzenden des Landesverbandes, zwei weiteren Vorstandsmitgliedern und dem Geschäftsführer sowie vier Herbergselternvertretern, die von den Herbergseltern auf vier Jahre gewählt werden.

 

2.         Es wird ein Ersatzmitglied für Fälle der Verhinderung von Herbergs-elternvertretern gewählt. Dieses Ersatzmitglied rückt in Fällen der Verhinderung oder bei Ausscheiden eines Herbergselternvertreters in den Sozialausschuss ein.

 

3.         Das Mandat erlischt mit dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst.

 

b)         Organe und Einrichtungen des Hauptverbandes

1.         Die Mitgliederversammlung des Hauptverbandes besteht aus Delegierten des Landesverbandes. Der Landesverband bestimmt seine Delegierten für jede Mitgliederversammlung des Hauptverbandes.

Regelungen hinsichtlich der Anzahl der Delegierten, der Stimmverteilung und der Stimmabgabe werden durch die Satzung des Hauptverbandes getroffen und sind für den Landesverband verbindlich.

 

2.         Der Hauptausschuss des Hauptverbandes besteht auch aus zwei Vertretern des Landesverbandes, die dieser bestimmt.

 

3.         Für den Sozialausschuss, der von den Landesverbänden und der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Herbergseltern gebildet wird, entsendet der Landesverband ein vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied oder eine Geschäftsführerin bzw. einen Geschäftsführer.

 

4.         An der Landesverbandstagung nehmen die oder der Vorsitzende des Vorstandes des Landesverbandes sowie die Geschäftsführerin oder der Geschäftsführer teil. Die Teilnahme kann auch durch die bestimmten Vertreter erfolgen.

 

c)         Maßnahmen des Hauptverbandes

1.         Verletzt der Landesverband seine Verpflichtung zur Wahrung der Einheit und des Ansehens des Deutschen Jugendherbergswerkes oder zur Zusammenarbeit nach § 1 Abs. 4, so kann der Hauptverband die erforder-lichen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Einheit und des Ansehens des Deutschen Jugendherbergswerkes oder zur Sicherung der notwendigen Zusammenarbeit treffen.

 

2.         Die insoweit getroffenen Bestimmungen in der Satzung des Hauptverbandes werden vom Landesverband ausdrücklich anerkannt.

 

d)         Schiedsgerichtsbarkeit

1.         Zur Schlichtung von Streitigkeiten wird ein Schiedsgericht vom Hauptverband gebildet. Die Satzung des Hauptverbandes bestimmt, in welchen Fällen das Schiedsgericht zuständig ist. Weitergehende Regelungen werden durch die Schiedsordnung des Hauptverbandes aufgestellt. Sämtliche diesbezügliche Bestimmungen sind für den Landesverband bindend.

 

2.         Der Landesverband ist verpflichtet, zur Begründung der  Zuständigkeit des Schiedsgerichts die Schiedsordnung gesondert zu unterzeichnen.

 

 

§ 16

Auflösung des Vereins

1.         Die Auflösung des Landesverbandes kann nur in einer besonderen, dazu einberufenen Hauptversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit der vertretenen Mitglieder beschlossen werden.

 

2.         Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes soll sein Vermögen auf die bestehenden Landesverbände aufgeteilt werden, die es ausschließlich und unmittelbar für gleichartige gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben. Bestehen auch keine Landesverbände mehr, so geht das Vermögen in die Verwaltung des zuständigen Landesministeriums über, das es für steuerbegünstigte Zwecke des Jugendwanderns und der Jugendherbergen zu verwenden hat.

 

 

§ 17

Allgemeine Bestimmungen

1.         Der Landesverband legt dem Hauptverband für das abgelaufene Jahr seinen Jahresabschluss mit dem Lagebericht und für das kommende Jahr seinen Haushalts- oder Wirtschaftsplan vor.

Jahresabschluss und Lagebericht werden, soweit nicht andere gesetzliche Vorschriften gelten, unter Beachtung der Vorschriften des Bilanzrichtlinien-gesetzes erstellt und durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder Angehörige der wirtschaftsprüfenden Berufe geprüft, außerdem durch zwei ehrenamtliche Prüfer, die von der Hauptversammlung auf zwei Jahre gewählt werden.

 

2.         Wahlen zum Vorstand finden geheim statt. Die übrigen Wahlen und Abstimmungen erfolgen durch Zuruf, sofern nicht geheime Wahl oder Abstimmung verlangt wird.

 

3.         Sofern die Satzung nichts anderes festlegt, entscheidet bei Abstimmungen und Wahlen die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, wobei Enthaltungen außer Betracht bleiben.

Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt. Bei Wahlen muss neu gewählt werden.

 

4.         Stehen bei Wahlen mehr Kandidaten zur Verfügung als Plätze vergeben sind, und wird auch in einem zweiten Wahlgang keine Entscheidung erreicht, dann scheiden in jedem folgendem Wahlgang der Kandidat bzw. die Kandidatin mit der jeweils niedrigsten Stimmenzahl aus.

 

5.         Alle Sitzungen und Versammlungen der Verbandsorgane werden von dem Vorsitzenden des Landesverbandes oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Die Beirats- und Ausschusssitzungen werden von dem jeweiligen Vorsitzenden im Einvernehmen mit dem Vorsitzenden des Vereins einberufen und geleitet.

 

6.         Über alle Sitzungen und Versammlungen der Verbandsorgane, des Beirats und der Ausschüsse sind Niederschriften zu fertigen, die vom Sitzungsleiter zu unterzeichnen sind.

 

7.         Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

8.         Der Landesverband teilt Satzungsänderungen und die Zusammensetzung seines Vorstandes dem Hauptverband mit.

 

§ 18

Inkrafttreten

Diese Satzung tritt als Änderung der am 15. Mai 1990 in das Vereinsregister Halle eingetragenen Satzung, nach Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung mit ihrer Eintragung ins Vereinsregister in Kraft.

Diese Satzung wurde am 03.05.1997 in Nebra verabschiedet.

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